Mundgeruch Frau in der Umarmung wendet sich ab Zahnarzt Dr. Gauchel Düsseldorf

Mundgeruch – tödlich für eine Beziehung

Mundgeruch macht einsam. Menschen mit Mundgeruch machen sich unbeliebt.

Lästiger und übelriechender Mundgeruch führt nicht selten dazu, dass andere sich abwenden, natürlich ohne etwas zu sagen. Ist Mundgeruch also der Beziehungskiller schlechthin?

Menschen mit Mundgeruch nehmen diesen meist nicht selber wahr, was die zwischenmenschliche Situation noch verschärft. 25% aller Menschen leiden zu bestimmten Tageszeiten unter sozial nicht verträglichem Mundgeruch, etwa 6% aller Personen ständig. Ältere Menschen sind häufiger betroffen als jüngere und Männer häufiger als Frauen.

Lesen Sie im nachfolgenden Artikel, warum Ihr Zahnarzt der richtige Ansprechpartner ist.

Stimmen die Gründe für Mundgeruch?

Wer kennt nicht die Begründungen, die bei Mundgeruch häufig ins Feld geführt werden:

Nummer eins ist meistens die Ernährung. Der Knoblauch ist der Übeltäter oder der etwas übermäßige Zwiebelgenuss. Vergessen wird, dass die Knoblauchfahne nach ein paar Tagen verschwunden ist, der Mundgeruch aber hält sich hartnäckig.

Nummer zwei ist oft der kranke Magen. Zuviel Stress führt zum Magengeschwür. Und natürlich kommt daher auch der Mundgeruch. Logisch. Leider ist diese Ansicht sowohl bei Ärzten als auch bei Patienten weit verbreitet. Dies hat zur Folge, dass Halitosis-Patienten – Halitosis ist der Fachausdruck für Mundgeruch – zunächst eine Gastroskopie über sich ergehen lassen, anstatt einen Zahnarzt aufzusuchen.

Nummer drei, vier, fünf, für Mundgeruch werden viele Begründungen angeführt. Doch was kaum jemand weiß:  Etwa neun von zehn Ursachen für Mundgeruch finden sich im Mund und sind somit ein rein zahnärztliches Problem. Wir, Ihre Zahnarztpraxis sind der richtige Ansprechpartner.

Das Problem: Mundgeruch ist ein Tabu

Das Hauptproblem ist der Umgang mit Mundgeruch. In unserer Praxis erleben wir sehr selten, dass Patienten von sich aus auf dieses sensible Thema zu sprechen kommen. Mundgeruch wird tabuisiert. Oder kaschiert. Untersuchungen ergaben, dass die Hälfte aller Menschen täglich zu Produkten greift, die konkret „frischen Atem“ versprechen.

Kaum ein Patient weiß jedoch, dass dieser unangenehme Geruch eine Folge bakterieller Ablagerungen beziehungsweise Entzündungen ist und damit in der Mundhöhle verursacht wird. Ein Grund kann z.B. die nicht ausreichende Reinigung aller Zahnoberflächen sein. Und das trotz Einsatz moderner Reinigungsmittel wie elektrischer Zahnbürsten oder Mundduschen.

Die intraoralen Ursachen für Mundgeruch

 In 85 – 90% aller Fälle  ist eine bakterielle Zersetzung organischen Materials in der Mundhöhle die Ursache für Halitosis. Etwa 60-80 % aller Bakterien sind auf der Zunge angesiedelt und deshalb findet sich die häufigste Ursache für Mundgeruch auf der Zungenoberfläche.

Weitere Ursachen innerhalb der Mundhöhle sind:

  • eine Parodontitis (eine Entzündung von Zahnfleisch und des den Zahn verankernden Knochens mit Bildung von sog. Zahnfleischtaschen)
  • eine unbehandelte Karies
  • die schon erwähnte mangelhafte Mundhygiene
  • ungepflegter abnehmbarer Zahnersatz
  • lokale Infektionen  wie Zahnfleischentzündung, Entzündungen im Bereich von Implantaten oder Pilzinfektionen

Führt Schnarchen zu Mundgeruch?

Im Prinzip ja ist die überraschende Antwort. Meistens leiden „Schnarcher“ an einem zu geringen Speichelfluss. Dieser wiederum begünstigt die Entstehung von Mundgeruch, da das Gleichgewicht der Mundflora nicht mehr gegeben ist und bakterielle Ablagerungen entstehen. Eine verminderte Speichelfließrate ist mit der wichtigste Kofaktor für die Entstehung von Mundgeruch und kann gemessen werden.

Extraorale Ursachen für Mundgeruch

Natürlich gibt es auch Ursachen außerhalb der Mundhöhle. Diese finden sich vorwiegend im HNO-Bereich und machen etwa 5 – 8% aller Ursachen aus. Die Mandelentzündung und die Entzündung der Nasennebenhöhlen sind dabei die häufigsten Auslöser für den Mundgeruch. Nur bei ca. 2% der Betroffenen liegen systemische Erkrankungen zugrunde.

Falsche Scham ist nicht angebracht

 Die Ursachen für Mundgeruch müssen gefunden, erkannt und therapiert werden. Auch wenn es Ihnen noch so peinlich ist, wir kennen die Scham, die viele Leidende befallen hat. Doch nur wenn wir gezielt zahnmedizinisch etwas dagegen unternehmen, besteht die Chance, dieses lästige Übel los zu werden. Wenn Sie also glauben oder wissen, Mundgeruch zu haben, bitte sprechen Sie uns unbedingt an, denn etwa neun von zehn Patienten kann der Zahnarzt professionell von Mundgeruch befreien. Erst wenn nach zahnärztlicher Untersuchung keine orale Ursache erkennbar ist, sollte die Halitosis entsprechend fachärztlich abgeklärt werden.

Die Halitosistherapie

Die Therapie von Mundgeruch ist nur erfolgreich, wen sie streng ursachenbezogen ist. Das heißt im Umkehrschluss, dass Blind- oder Pauschaltherapien meist erfolglos bleiben.

Ursache reduzierte Speichelfließrate

Eine reduzierte Speichelfließrate wird z. B. durch hohen Kaffeekonsum, Stress, Rauchen, Mundatmung, Medikamenten-Nebenwirkung und viel zu wenig Wasseraufnahme pro Tag hervorgerufen. Der beste Therapieansatz liegt hier meist im Bereich der Ernährungsberatung und ggf. symptomatischer zahnärztlicher Therapie.

Restaurative Ursachen

Sind Zahndefekte erkennbar, sollten diese möglichst rasch durch temporäre Füllungen verschlossen werden, um im ersten Folgetermin die Auswirkung auf den Mundgeruch beurteilen zu können. Herausnehmbarer Zahnersatz kann im zahntechnischen Labor gründlich und schonend gereinigt werden.

Parodontale Ursachen

Zur Diagnosesicherung sollte möglichst schnell eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden, ggf. auch eine Behandlung von Zahnfleischtaschen (Parodontitis). Gleichzeitig ist es wichtig, intensiv über die häusliche Zahnpflege zu sprechen.

Zungenbelag als Ursache für Mundgeruch

Zungenbelag ist die häufigste intraorale Ursache für die Entstehung von Mundgeruch. Er muss zunächst professionell entfernt werden. Anschließend muss der Patient lernen, die tägliche häusliche Zungenreinigung selbst vorzunehmen. Hierfür werden spezielle Zungenreiniger verwendet. In zahlreichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Zungenreinigung zur Verminderung von Halitosis führt. Die Zungenreinigung sollte idealerweise zwei- bis dreimal täglich als Ergänzung zur Mundhygiene durchgeführt werden.

Helfen Mundspüllösungen?

Zusätzlich zur mechanischen Reinigung ist bei starker Halitosis eine Mundspüllösung empfehlenswert. Grundsätzlich sollte jedoch nur auf Produkte zurückgegriffen werden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich überprüft wurde.

Was sind die Aussichten für unsere Patienten?

Werden die oben genannten therapeutischen Konzepte konsequent umgesetzt, lassen sich Therapieerfolgsraten von über 90% vorhersagbar erzielen. Eine professionelle Halitosistherapie erfordert in der Regel durchschnittlich drei Behandlungssitzungen mit einem mittleren Gesamtaufwand von jeweils etwa einer Stunde.

SOLO-Prophylaxe als bestes Konzept zur Vorbeugung

Wir behaupten mal ganz frech, unsere Patienten, die SOLO-Prophylaxe auch zuhause erfolgreich umsetzen, haben kaum Probleme mit Mundgeruch. (…)

SOLO-Prophylaxe führt dazu, dass die durch bakterielle Beläge bedingten Ursachen für Mundgeruch beseitigt werden (…), denn gepflegte Zähne und gesundes Zahnfleisch bieten keine Angriffsfläche für Bakterien.

SOLO-Prophylaxe beinhaltet gezielte Putztechniken auch für zuhause, mit denen bakterienbesiedelte Stellen wie die Zahnzwischenräume effektiv erreicht und gereinigt werden.

SOLO-Prophylaxe-Patienten werden auch hinsichtlich einer möglichen Ernährungsumstellung in unserer Praxis gut beraten.

Durch dieses Vorsorgekonzept wird den Ursachen für Mundgeruch in der Regel bereits im Vorfeld der Boden entzogen.

Bei Interesse vereinbaren Sie doch einen Termin und lassen sich bei uns umfassend beraten.