Lydia Gauchel, zahnmedizinische Fachangestellte

Weshalb eine Zahnarztehefrau nochmal eine Ausbildung macht

Dieser Artikel handelt vom Verlassen der Komfortzone, von Durchhaltevermögen und von der Freude, das Ziel erreicht zu haben.

Doch der Reihe nach.

Teil eins handelt von Lydia Gauchel, Ehefrau von Dr. Achim Gauchel in Düsseldorf-Carlstadt, Mutter eines Teenager-Sohnes und Mitarbeiterin in der Zahnarztpraxis.

Teil zwei dagegen von dem Umstand, dass Professionalität nur einher gehen kann mit täglicher Übung, dem Willen, etwas richtig gut zu machen und der Zuversicht, damit das Beste für Menschen, in diesem Fall seine Patienten, leisten zu können.

Vom Quereinsteiger zum Profi

Als Lydia Gauchel vor 14 Jahren mit in die Praxis einstig, war sie eine Quereinsteigerin. Ihre Aufgaben beschränkten sich somit auch auf typische Verwaltungstätigkeiten, wie Terminvergabe, Patientenempfang, Prüfung von Rechnungseingängen und Materialbeschaffung.

Ab und an wurde daraus die Kostenplanung für kleinere Behandlungen, zum Beispiel einer Prophylaxe.

Selbstverständlich belegte Lydia Gauchel weitere Fortbildungsmaßnahmen, die ihr jedoch oft nicht das erhoffte Zusatzwissen bieten konnten.

Umfangreichere Weiterbildungen, zum Beispiel in Verwaltung oder Hygienemanagement, scheiterten immer an der Tatsache, dass sie keine ausgebildete Zahnmedizinische Fachangestellte war.

Also was tut man als pragmatische Frau Anfang 50 und nachdem der der Sohn „aus dem Gröbsten raus“ war? Genau. Frau beginnt eine dreijährige Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten.

Aber nicht nur der deutlich bessere Zugang zu praxisrelevanten Themen oder Fortbildungen war der Grund, sondern auch die Tatsache, dass es entschieden einfacher ist, sich in einem Zahnarztteam zu integrieren, wenn man den gleichen fachlichen Hintergrund teilt.

Und dass es ein authentischeres und vertrauensvolleres Bild für die Patienten liefert, wenn man eben nicht nur die „Zahnarztehefrau“ ist.

Sondern weiß, wovon man redet. Nicht nur aufgrund der privaten Situation an Ort und Stelle zu sein, sondern weil man diesen Beruf gelernt hat. Von der Pike auf, um diese alte Metapher zu wählen.

Mit 50 noch einmal Azubi

Lydia Gauchel begann also 2015 die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten und fand sich kurz darauf in der Berufsschule wieder, wo sie mit unter 20-jährigen Auszubildenden lernte.

Inmitten der jungen Frauen erhielt sie auch Einblick in deren Denkweisen und täglichen Herausforderungen in der Zahnarztpraxis.

Und oft konnte sie, da sie beide Seiten kennt, Vermittlerin sein zwischen unternehmerischen Anforderungen einer Zahnarztpraxis und personellen Reizthemen, wie sie in einem Kleinunternehmen hin und wieder vorkommen.

Die Lernfächer verteilten sich auf Themen wie Umweltschutz, Praxishygiene, Arbeitsorganisation oder Qualitätsmanagement.

Aber auch Kommunikation, Konfliktmanagement, Teamfähigkeit, Datenschutz und Gerätemanagement gehörten dazu.

Nicht zuletzt Praxisorganisation, Rechnungswesen und Leistungsabrechnung.

Alles in allem wollten 30 Themenbereiche in den 36 Monaten der Ausbildung verinnerlicht und verstanden werden.

Die Quadratur des Kreises in Praxis und Theorie

Zu dem theoretischen Unterricht kam ja noch der praktische Teil in der Praxis hinzu.

Assistenz des Zahnarztes in einer Behandlung, Patientenbetreuung, Röntgen und, in Einzelfällen, Durchführung der Prophylaxe.

Überwiegend war Frau Gauchel für die Verwaltung, das Rechnungswesen und das Bestellwesen verantwortlich. Auch heute liegen diese Praxisbereiche in ihrer Verantwortung.

Aber auch die stimmungsvollen Praxisdekorationen, die jahreszeitlich wechseln, gehen auf ihr Konto. Genauso wie die kleinen, oft kaum bemerkten Dinge, die die Praxis Dr. Gauchel zu einem Refugium der Entspannung machen.

All diese Tätigkeiten waren und sind in Summe eine Herausforderung, wenn da noch eine Familie im Hintergrund integriert werden sollte. Und so war ein 12-14-Stundentag keine Seltenheit.

Denn zuhause warteten ja immer noch der Haushalt und ein Sohn, mittlerweile im besten Diskussionsalter.

Lydia Gauchel beschreibt diese Zeit als eine enorme persönliche Herausforderung, aber auch für die gesamte Familie.

Umso mehr ist sie stolz und glücklich, seit Juni letzten Jahres die Ausbildung abgeschlossen und mit Bravour bestanden zu haben.

Das gesamte Praxisteam gratulierte herzlich zu dieser Leistung.

SOLO-Prophylaxe – Zertifizierung als Ausdruck der Perfektion

Professionalität und Perfektionismus schlagen auch die Brücke zu dem anderen Thema dieses Artikels – der Zertifizierung zur SOLO-Prophylaxe-Praxis.

Seit einigen Jahren arbeitet die Zahnarztpraxis Dr. Gauchel mit dem Konzept der SOLO-Prophylaxe.

Die Mitarbeiterinnen und der Zahnarzt haben mit diesem Konzept eine Möglichkeit, die Zähne ihrer Patienten ein Leben lang gesund zu erhalten.

Obwohl dieses Konzept tatsächlich einfach und logisch ist, braucht es eine besondere Kommunikationsfähigkeit, um es den Patienten näher zu bringen.

Auch der Ablauf der Behandlung unterscheidet sich deutlich von einer üblichen Prophylaxe.

Zertifizierung als Mittel zur Standardisierung

Und so nimmt es nicht wunder, wenn die Mitarbeiterinnen an regelmäßigen Schulungen zum Thema SOLO-Prophylaxe teilnehmen.

Dort geht es um die Behandlungsabläufe und -techniken und um Messverfahren zur Heilungsablauf. Und um Standardisierung. Um die sichere Wiederholbarkeit von Prozessen und den daraus resultierenden Ergebnissen.

Deshalb muss sich jede SOLO-Prophylaxe-Praxis, genauer gesagt die SOLO-Prophylaxe-Trainerinnen, einer regelmäßigen Zertifizierung unterziehen. Alle drei Jahre heißt es: ab nach Trier zur SOLO-Prophylaxe-Zertifizierung.

Einen ganzen Tag wird die SOLO-Technik vermittelt, werden Abläufe geübt und verinnerlicht, Sprachmuster erarbeitet und neueste Erkenntnisse der Prophylaxe reflektiert.

Die praktische Handhabung der filigranen Instrumente wird trainiert. Und auch mit neuen Techniken und Hilfsmitteln machen sich die Mitarbeiterinnen vertraut.

Den Abschluss bildet eine Prüfung und es winkt ein Zertifikat. Dieses halten die Mitarbeiterinnen der Praxis Dr. Achim Gauchel nun zum ersten Mal mit Stolz in den Händen.

Ziel erreicht – Patienten zufrieden

Beharrlichkeit, Effizienz und Perfektion sind die Werte, die die Praxis Dr. Achim Gauchel unter anderem auszeichnen.Diese zwei Beispiele legen hierüber eindrücklich Zeugnis ab.

Der Fokus liegt immer darauf, welchen gesundheitlichen Nutzen den Patienten geboten werden kann.

Und da gehört eine professionelle Patientenbetreuung, sowohl in persönlicher als auch in fachlicher Hinsicht, dazu.

Sowie standardisierte, weil somit sichere und erprobte Abläufe und Techniken. Wie zum Beispiel die SOLO-Prophylaxe.

Die Zahnarztpraxis Dr. Gauchel hat hohe Ansprüche – sowohl an den Zahnarzt, als auch an die Mitarbeiterinnen.

Und im Mittelpunkt dieser Ansprüche stehen immer Sie – der Patient.